Donnerstag, 17. Dezember 2015
Es werde Licht
Bei 16 Grad und blühenden Hornveilchen im Garten erinnert momentan nur das mangelnde Tageslicht daran, dass wir Mitte Dezember haben.

Und als Strickerin stören mich die unzureichenden Lichtverhältnisse sehr. Meine Augen werden leider immer schlechter und ich kann bei dunklem Garn kaum noch die einzelnen Maschen erkennen. Also musste lichttechnisch aufgerüstet werden...

Da ich aber keine geeignete neue Lampe fand, habe ich mir aus dem Bauhaus einfach ein mobiles LED-Licht für 4,95 EUR mitgebracht.
Das praktische Teil kann man mit dem integrierten Haken und/oder Magneten z.B. an der schon vorhandenen Stehlampe befestigen.

Jetzt sehe ich endlich wieder was ich auf den Nadeln habe!

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Donnerstag, 10. Dezember 2015
Quilt Wristwarmers - Schnell gestrickte Pulswärmer
Nachdem ich fünf Paar Pulswärmer aus Sockenwollresten und eines aus einem dickeren Garn gestrickt habe, ist nun auch die Anleitung dazu fertig geworden und bei ravelry (jetzt auch auf Deutsch!) erhältlich.

Die Textanleitung (für Damen- und Herrengröße in zwei Längen, in Deutsch und Englisch) enthält auch eine Strickschrift für den Musterrapport, der sich problemlos erweitern oder verringern lässt.



Das Strukturmuster ist inspiriert von einer Steppdecke, die ich als Kind hatte. Das Stricken des Musters macht so viel Spaß, dass ich gar nicht mehr aufhören kann und als nächstes wahrscheinlich einen cowl daraus stricke.

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Dienstag, 29. September 2015
Trio Mitts


Aus nur 38 g Sockengarnresten habe ich diese fingerlosen Handschuhe gestrickt. Es ist schon das dritte Paar, weil es so viel Spaß macht drei Farben zu kombinieren und diese durch kleine Zopfstreifen miteinander zu verbinden.

Die deutsche Anleitung enthält eine Strickschrift mit Erklärungen und ein Fototutorial für die Zunahmen am Daumenzwickel.

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Mittwoch, 23. September 2015
Raglan-Pulli von unten gestrickt
Mein erster rund gestrickter Raglan-von-unten-Pulli ist fertig!
Und er passt!!!

Abgesehen von 2 oder 3 Pullovern im Kastenformat, die ich mit Hilfestellung Ende der 80er Jahre gestrickt und so gut wie nie angezogen habe, ist es quasi mein erster Pulli überhaupt.



Die Vorgabe war, dass er schlicht und praktisch sein muss. Ich würde zwar lieber bunte Farben und/oder interessante Muster stricken, aber so etwas würde ich nie tragen. Also fiel meine Wahl auf den glatt rechts gestrickten Sweater "Lila" mit Krausbündchen, der hinten etwas länger ist als vorne, was ich sehr praktisch finde.

Das Schlauchgarn Moina (54% Viskose, 32% Polyamid, 14% Seide, 190m/50g) von Lang Yarns, hatte sich bei einem Babyjäckchen als ideal erwiesen, weil es sich gut und gleichmäßig verstricken lässt und ein schön fallendes, leichtes Gestrick ergibt, das nicht knittert und sich angenehm anfühlt. Insgesamt habe ich nur 275 Gramm verbraucht! Der einzige Nachteil ist, dass man mit rauen Händen oder spitzen Nadeln schnell einen hauchdünnen Faden aus dem Schlauchgewebe des Garns ziehen kann. Leider passte meine Maschenprobe überhaupt nicht zu der des ausgesuchten Pullis und so habe ich ziemlich improvisieren müssen.

Die englische Anleitung von Carrie Bostick Hoge bietet viele verschiedene Größen und ist sehr ausführlich geschrieben. Ich habe wegen meines dünneren Garns mit der Maschenzahl für eine größere Größe begonnen, musste aber später an einigen Stellen die Maschenzahlen anderer Größen nehmen oder mit selbst errechneten (oder eher geschätzten) Werten arbeiten, weil ich auch leichte Formveränderungen vorgenommen habe. Die Anzahl der Runden war reine Spekulation und ich habe - was bei einem Raglan-von-unten zum Glück gut machbar ist - immer wieder anprobiert und gemessen. Trotzdem fühlte ich mich sehr unsicher und habe bis zum Schluss bezweifelt dass der Pulli passen wird.

Er sitzt - wie beabsichtigt - körperbetonter als das Original und ich habe alle Bündchen offen gelassen, so dass ich sie an den Ärmeln leicht hochklappen kann und über der linken Hüfte einen Schlitz habe – damit es nicht so langweilig aussieht. Mein Halsausschnitt ist etwas kleiner und gefällt mir, bis auf ein paar zu locker gestrickte Randmaschen auf einer Seite, richtig gut.
Das einzige was mich stört, sind die vorderen Raglan“nähte“, die etwas zu weit außen auf den Schultern liegen und die Ärmel zu hoch in die Achseln ziehen.

Sollte ich nochmal so einen Pullover stricken, würde ich doch die Raglan-von-oben-Methode bevorzugen und auf den Schultern mit ein paar Maschen mehr für die Ärmel starten, so dass die vorderen Raglan“nähte“ besser sitzen. Außerdem fand ich es ziemlich fummelig die von unten gestrickten Ärmel mit dem Körperteil zu verbinden. Da hingen dann riesige Strickteile nur durch ein paar Maschen verbunden auf dem langen Seil der Rundnadel, überall gab es lose Fäden und das Ganze musste beim Rundstricken ständig umgelagert werden.

Die Zunahmen der Ärmel habe ich „russisch“ gestrickt, weil die der Anleitung Löcher ergaben. Die empfohlene Methode der verkürzten Reihen für das verlängerte Rückenteil gefällt mir allerdings sehr gut und ist im Gestrick kaum sichtbar.

Alles in allem war es ein erfolgreiches Projekt und der erste Tragetest wurde auch bestens bestanden. Das wird sicherlich einer meiner Lieblingspullis. Wenn ich nicht so langsam stricken würde oder mehr Zeit hätte, und wenn musterloses Stricken mit unifarbenem Garn nicht so langweilig wäre, würde ich bestimmt noch einige ähnliche Pullover stricken.

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Donnerstag, 10. September 2015
Fix und fertig
So einige Strickprojekte sind in letzter Zeit fertig geworden, aber ich bin noch nicht dazu gekommen alle zu fotografieren.

Außerdem war ich zwei Mal für mehrere Tage komplett offline, weil es Verschaltungen im Verteilerkasten gab. Die haben mir viele Telefonate mit teilweise unfreundlichen und/oder unfähigen Kundenberatern, einen unnötigen Routeraustausch und zwei Technikerbesuche beschert. Hätte ich gut drauf verzichten können...



Für diese schnell gestrickte Mütze aus geerbtem Polyacrylgarn habe ich das lockere Strukturmuster vom Lavender Beret übernommen. Das Bündchen und die Form sind abgewandelt, weil es ein Beanie werden sollte. Die Mustermaschen sind von außen groß und luftig, von innen aber normal, so dass das Gestrick schön fluffig und warm ist.

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Samstag, 18. Juli 2015
Socken im Sommerloch
Seit einiger Zeit herrscht hier leichte Strickflaute. Es ist entweder zu warm zum Stricken oder es fehlt die Zeit oder andere Dinge sind wichtiger. Aber ab und zu stricke ich ein paar Runden am zweiten Versuch eines schlichten grauen Pullis und vor einigen Wochen ist
ein Paar Socken fertig geworden, das ich heute Morgen bei 24 Grad endlich mal fotografiert habe.



Das Jahrzehnte alte, unbekannte Garn stammt aus dem Nachlass einer alten Dame. Es ließ sich prima verarbeiten und fühlt sich irgendwie 'baumwollig' an, obwohl es aus 80% Wolle und 20% Nylon besteht. Auf jeden Fall ist es nicht so fusselig wie normales Sockengarn und ergibt ein tolles Maschenbild. In meinem ravelry-Projekt könnt ihr auch die Banderole sehen. Kennt vielleicht jemand diese Garnfirma?

Ich bin ganz begeistert von meinen neuen Socken, die sich so gut anfühlen und perfekt sitzen. Auch die Farbe ist genau nach meinem Geschmack - ein schönes Silbergrau. Die kleinen Zöpfe habe ich nur im Schaft gestrickt, weil sie mich in Schuhen auf dem Fußrücken bestimmt stören würden.

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Freitag, 24. April 2015
Noch ein Paar Puschen
Weil es so viel Spaß gemacht hat die Slipper zu stricken, habe ich auch noch ein Paar für eine Freundin gemacht.

Da das alte Noppa-Garn nun endgültig aufgebraucht ist - aus den letzten 13 Knäueln ist eine einfache Häkeldecke entstanden - und mein stash nichts passendes hergab, habe ich 100 g orange Tessa von Online gekauft. Das Garn hat zwar weniger Lauflänge, ist aber weicher und elastischer, so dass ich die gleichen Nadeln, Maschen- und Reihenzahlen nehmen konnte. Die graue Häkelnaht und -Kante ist wie bei den Noppa-Hausschuhen ebenfalls aus der Tessa, einem Rest.



Damit man mit den Puschen auf Laminatböden oder Fliesen nicht den Salto schlägt, habe ich auf den Sohlen ein paar graue Antirutsch-Streifen mit der Sockenbremse aufgetragen. Funktioniert prima!

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