Mittwoch, 12. Dezember 2012
Zimtherzen und Kümmelbäumchen
Zum ersten Mal habe ich ganz alleine in meiner kleinen Küche Kekse gebacken.

Da gestern Abend das Zubereiten des Teigs und das anschließende Aufräumen schon länger gedauert hat als gedacht, habe ich den Teig statt einer Stunde dann über Nacht im Kühlschrank gelassen, damit ich keine Nachtschicht für's Backen einlegen musste.

Heute Vormittag habe ich dann weitergemacht. Zuerst war der Teig noch viel zu hart und später wurde er sofort zu weich. Ausgerollt, Formen ausgestochen, nacheinander ca. 10 Bleche belegt und gebacken. Alles in allem sehr viel Arbeit und eine ziemliche Sauerei. Ich mag nämlich keine klebrigen Hände und keine vollgestellte Küche, in der auch noch ständig eine neugierige Katze unterwegs ist, die ich im Auge behalten muss.



Ich habe mich an das Kümmelkekse-Rezept gehalten, aber eine Hälfte des Teigs statt mit Kümmel mit gehackten Haselnüssen und Zimt vermischt, da im Gegensatz zu mir die meisten Freunde und Verwandten keinen Kümmel mögen.

Doch sogar die Kümmelplätzchen, die ich mir irgendwie herzhafter vorgestellt hatte (was natürlich Unsinn ist bei DER Menge Zucker!), schmecken auch den Nicht-Kümmel-Essern gut, wie die ersten Tester versicherten.

Fazit: Beide Sorten sind richtig lecker geworden! So hat sich die Arbeit wenigstens gelohnt, aber Stricken macht mir doch eindeutig viel, viel mehr Spaß. ;-)

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Donnerstag, 23. August 2012
Basilikum
Als ich beim morgendlichen Einkauf ein ganz tolles Topfbasilikum entdeckt habe, musste es einfach mit. Zuhause habe ich dann festgestellt, dass es wegen seiner Übergröße gar nicht mehr mit auf die Kräuterfensterbank passt.

Also muss das alte Basilikum, das sowieso nicht mehr schön ist und schon sehr lange seinen 'Dienst' verrichtet hat, weichen. Aber vorher mache ich aus seinen letzten grünen Blättern noch meinen Lieblingsdrink (dessen Gin-Anteil ich immer durch Mineralwasser ersetze).

Oh, kein Läuterzucker mehr da... also schnell neuen Zuckersirup kochen und runterkühlen. Zwischenzeitlich das Basilikum und gleich noch eine marokkanische Minze umtopfen. Sirup in Flaschen abfüllen, alle Zutaten für das Limetten-Basilikum-Getränk in den Shaker füllen und schütteln...

Mit den Schalen der ausgepressten Limetten noch eben Spüle und Waschbecken putzen - hier wird schließlich nichts verschwendet. Und schon ist der ganze Vormittag rum, ohne dass ich die wichtigen Sachen erledigt habe, die eigentlich auf dem Programm stehen.
Deshalb gibt's jetzt auch kein Foto von dem leckeren Basilikumdrink - keine Zeit mehr.

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Mittwoch, 2. Mai 2012
Kofta
oder Königsberger Klopse auf indisch ;-)

In der WDR-Sendung "Lichters Schnitzeljagd" wurde u.a. ein indisches Menu vorgestellt, das ich sofort abspeichern musste. Ich liebe indisches Essen! Selber indisch gekocht habe ich bisher noch nicht so oft, was sich aber bestimmt ändern wird.

Einziges Problem: Es gibt hier in den Metzgereien kein Lammfleisch! :-( Man wird angeguckt als würde man Krokodil bestellen, obwohl auch das heutzutage nicht mehr so exotisch ist.

Also habe ich Rinder- statt Lammgehacktes genommen und die Kofta - Currygericht mit Fleischbällchen - ausprobiert: Super lecker!

Die ganze Wohnung duftet noch nach den Gewürzen und ich freue mich schon darauf morgen den Rest zu essen.

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Samstag, 5. November 2011
Experimentelles Backen oder Das perfekte Brot
Deutschland soll ja führend in der Brotvielfalt sein, aber ich weiß trotzdem nie recht welches Brot ich kaufen soll. Entweder ist es zu fest, zu trocken, zu pappig, zu klebrig, zu fad, ... oder hat einen komischen Geschmack. Und abgesehen davon, dass fast überall Zusatzstoffe drin sind (die bestimmt nicht gesundheitsfördernd sind), glaube ich, dass mir der Sauerteig nicht gut bekommt.

Also muss ich wohl selber backen...
Problem an der Sache: Ich backe überhaupt nicht gerne.
Kochen macht Spaß, da kann man improvisieren, Zutaten weglassen, hinzufügen, austauschen, kreativ sein und hat jederzeit alles unter Kontrolle. Aber Backen bedeutet genaues Abwiegen, Abmessen, Zeitvorgaben einhalten und sich überraschen lassen, was später aus dem Ofen kommt. Nicht mein Ding.
Aber um ein gutes Brot zu bekommen, muss ich da wohl durch.

1. Versuch: Fladenbrot
Ein Hefeteig mit etwas Öl und Joghurt, hörte sich gut und einfach an. Die Praxis sah leider anders aus. Der Teig war nach dem ersten Gehen so nass und klebrig, dass ich beim Kneten jede Menge Mehl einarbeiten musste. Und deshalb kam später ein schwerer Betonfladen aus dem Ofen, der sehr mehlig schmeckte. :-(

2. Versuch: No-Knead-Bread (Brot ohne Kneten)
Außer mir kennt es wahrscheinlich schon jeder, denn ich fand unendliche viele Rezepte und Variationen davon in Internet-blogs und -foren. Ich entschied mich für die Originalversion (soweit das ohne die amerikanischen Messlöffel geht) und sah mir mehrmals das
Video an. Total easy!

Das Ansetzen des Teigs war auch wirklich kinderleicht. 18 Stunden später sollte er dann ganz einfach zusammen gefaltet werden. Das war aber alles andere als easy, denn mein Teig war extrem fluffig und klebte wie Kaugummi auf der bemehlten Arbeitsfläche. Nach weiteren 2 Stunden des Gehens, pappte der Teig am bemehlten Tuch und beim Einfüllen in den vorgeheizten Aluguss-Bräter blieben große Teigfetzen im Tuch kleben. Okay etwas Schwund ist immer, aber es war schon eine ziemliche Sauerei.

Das Backen verlief völlig problemlos. Dank des Glasdeckels konnte ich die Entwicklung des Brotes immer sehen und weil es ja durch die Teigverluste kleiner und in dem großen Gefäß ziemlich flach war, entschied ich mich für etwas weniger Temperatur und Hitze in der Schlussphase (ohne Deckel).



Es duftet phantastisch, die Kruste ist super knusprig und nach dem Abkühlen und Anschneiden, zeigt sich das luftig, lockere Innere.
So muss Brot aussehen! Und es schmeckt einfach köstlich!
Ich bin total begeistert! :-)

Mit einigen Verbesserungen beim Teighandling (z.B. mehr Mehl auf die Arbeitsplatte, Silikonmatte statt Stofftuch) werde ich das No-Knead-Bread ganz sicher noch öfters backen. Mir schweben schon Varianten mit Gewürzen, Käse, Nüssen usw. vor...

Hier ist meine Rezept-Version von Jim Lahey's No-Knead-Bread:
no-knead-bread rezept (pdf, 25 KB)

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Donnerstag, 8. September 2011
Mein erstes Chutney
So viel Obst wie in diesem Jahr habe ich selten gesehen. Auf der Streuobstwiese meiner Dienststelle brechen die Äste der Apfel-, Birn- und Pflaumenbäume unter ihrer Last fast zusammen, obwohl wir schon einige Eimer geerntet haben.

Nachdem ich mehrmals Birnen oder Pflaumen mit karamellisiertem Zucker, Orangensaft und Zimt in kleineren Mengen zu Kompott gekocht habe, habe ich heute ein herzhaftes Rezept ausprobiert.

Und zwar habe ich mich für ein Birnen-Pflaumen-Chutney entschieden.

Ich habe mich tatsächlich weitestgehend an das Rezept gehalten.
Kleine Änderung: Anstatt 250 ml habe ich nur 200 ml Weißweinessig genommen und 50 ml Wasser zugefügt, damit es nicht allzu sauer wird. Zum Schluss habe ich noch 2 TL Zimt untergerührt.



Jetzt müssen die Gläser erst abkühlen und dann noch einige Wochen 'reifen'. Ich bin schon sehr gespannt wie das Chutney dann schmeckt. Ganz frisch war es süß-scharf und fruchtig - so wie ich es mir vorgestellt hatte. Lecker!

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Samstag, 2. Juli 2011
Flammkuchen/Zwiebelkuchen


Für diesen ganz schnellen und einfachen Flamm- oder Zwiebelkuchen (ca. 3-4 Portionen) braucht man:

Pizzateig
(z.B. von Real: Tante Fanny, Frischer Blech-Pizzateig,
37 x 25 cm)
ca. 3-5 Zwiebel
ca. 100 g Schinkenspeckwürfel
ca. 100 g Crême Fraiche
ca. 150 g geraspelter Emmentaler Käse
Pfeffer aus der Mühle
Kümmelsamen

Teig mit Backpapier auf's Blech legen, mit Crême Fraiche bestreichen und mit (in halbe Ringe geschnittene) Zwiebeln belegen.

Speckwürfel darauf verteilen, pfeffern und mit Käse bestreuen.

Ungefähr 20-25 Minuten im vorgeheizten Backofen (unterste Einschubleiste) bei 220°C backen.

Zwiebelkuchen mit Kümmel bestreuen und servieren - schmeckt aber auch kalt sehr gut.

Da die Schinkenspeckwürfel meistes im Doppelpack angeboten werden, hat man immer eine Packung übrig. Die kann man z.B. für das Wollbohnen-Rezept verwenden.

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Sonntag, 26. Juni 2011
Wollbohnen
Es ist an der Zeit die dicken Bohnen (Saubohnen, Pferdebohnen, Puffbohnen, grüne Bohnen - wie auch immer sie genannt werden)
aus ihren wolligen Bettchen zu holen...

Ein Kilo kostet ca. 1,50 EUR auf dem Markt und reicht für 2-4 Portionen. Das Aushülsen ist auch eine schöne Beschäftigung für Kinder (dann können sie auch sehen, dass Gemüse nicht im Glas wächst). ;-)

Ich habe die Bohnenkerne ca. 6 Minuten in Salzwasser mit etwas Bohnenkraut blanchiert.

Wer es feiner haben möchte, kann nun die grünen Bohnen noch
aus den milchigen Hüllen puhlen. Aber ich finde, dass ein paar Ballaststoffe nicht schaden und erspare mir diese Arbeit.

In einem Topf eine kleine, gewürfelte Zwiebel in Butter anschwitzen, ca. 75-100 g gewürfelten Speck (oder Schinkenwürfel) dazu geben und kurz mitbraten.
Einen kleinen Becher Sahne einrühren, die Bohnen untermischen
und mit Salz, Pfeffer und Bohnenkraut abschmecken.



Dazu gab's Bratkartoffel (diese rotschalige Sorte wird leider
nicht braun) und Nürnberger Würstchen - lecker!!!

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Montag, 4. Oktober 2010
Hmmm, so schmeckt der Herbst!


Birnen in karamellisiertem Zucker, frisch gepresstem Orangensaft (und etwas Wasser), mit Zimt kurz aufkochen. Lecker!



Die gibt's morgen in der Mittagspause. Letzte Woche hatte ich schonmal eine Portion mitgenommen. Den Kollegen haben die Birnen - die quasi vor den Bürofenstern wachsen - gut geschmeckt. Heute habe ich die heruntergefallenen Früchte gerade noch vor dem Zerquetschen durch den Rasenmäher gerettet.

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Freitag, 4. Dezember 2009
Broccoli im Beutel
In der Microwelle kann man nicht nur Wolle färben, sondern auch schnell und gut Gemüse garen.

Ich habe den "Dampf-Gar-Beutel für die Microwelle" heute zum ersten Mal ausprobiert und bin echt begeistert. Man braucht kein Wasser aufsetzen, es dauert nur 3 Minuten und der Broccoli schmeckt aromatischer als im Topf mit Dämpfeinsatz gegart. Und vitaminschonender soll es auch sein. Einfach frisches, geputztes oder tiefgekühltes Gemüse einfüllen, Beutel schließen, einige Minuten in die Microwelle legen und fertig.
Sehr empfehlenswert!

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Donnerstag, 2. Juli 2009
"Kurzurlaub" in Thailand
Wenn schon keine echte Urlaubsreise möglich ist, dann doch wenigstens eine kulinarische. Und am Wochenende war mir irgendwie nach Thailand...
Also habe ich folgendes Gericht "frei Schnauze" gekocht und hinterher notiert.



Thailändische Hähnchenfilets

6 kleine Hähnchenfilets marinieren in:
Erdnußöl
Stärkemehl
Curry
"Tropical Curry"
Zucker
Salz + Pfeffer
Zitronenpfeffer

Für das Gemüse und die Sauce:
3 Möhren
3 kleine Paprika (rot, grün, gelb)
1 Bund Frühlingszwiebeln
1/2 Glas Bambussprossen
Hühnerbrühe
Kokosmilch
Erdnußöl
Curry
"Tropical Curry"
Salz + Pfeffer

Basmatireis kochen.

Die Hähnchenfilets von beiden Seiten gut anbraten, evtl. restliche Marinade zugeben und bei geschlossem Deckel und geringer Hitze durchgaren. Aus der Pfanne nehmen und (z.B. im Backofen) warmstellen.

Frische Gemüsestücke in restlichem Bratfett und Erdnußöl anbraten und würzen. Etwas Hühnerbrühe angießen und die Bambussprossen zufügen. Bei geschlossenem Deckel einige Minuten garen.

Kokosmilch angießen, kurz erhitzen, alles gut verrühren und scharf abschmecken.

Hähnchenfilets und Gemüse in Kokossauce mit Basmatireis servieren.

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